LIGHTHOUSEProjects International Projekt anfragen

Ausgabe N° 01 · Animals · Hunde

Ein Netzwerk für jedes Hundeleben

Canovia denkt das Tierheim neu: als Kompetenzzentrum, das Hunde von der Rettung bis zum Abschied begleitet – und Hunde zu Assistenzhunden für Menschen mit Behinderung ausbildet.

Hund ruht im Schatten eines Olivenbaums
Symbolbild

Ein Tierheim, so selbstverständlich wie die Feuerwache oder das Gesundheitszentrum im Ort: Das ist die Idee hinter Canovia. Statt Hunde nur unterzubringen, soll ein Netzwerk von Kompetenzzentren sie durch alle Lebensphasen begleiten – und ihre Menschen gleich mit.

Canovia verbindet klassische Tierpflege mit digitalen Werkzeugen. Hundehalter, Tierheime, Trainer, Tierärzte und Tierschutzorganisationen sollen an einem Ort zusammenfinden, statt wie bisher bei vielen einzelnen Anbietern.

Ein Hundeleben, sechs Stationen

  1. Rettung. Ein Rettungsdienst nimmt verletzte, ausgesetzte oder streunende Hunde auf und versorgt sie medizinisch.
  2. Pflege und Rehabilitation. Tierärztliche Betreuung, Training und Sozialisation bereiten die Hunde auf ein neues Zuhause vor.
  3. Vermittlung. Ein digitales Matching bringt Hund und Mensch zusammen, die wirklich zueinander passen.
  4. Pflegeplätze. Pflegefamilien und Hundepensionen überbrücken Übergangszeiten – betreut und fair entlohnt.
  5. Ausbildung. Geeignete Hunde werden zu Assistenz-, Therapie- oder Rettungshunden ausgebildet.
  6. Abschied. Trauerbegleitung, würdevolle Bestattung und ein digitales Gedenkbuch.
Kein Hund soll durch das Raster fallen – von der Rettung bis zum Abschied.

Schwerpunkt Assistenzhunde

Assistenzhunde machen für Menschen mit Behinderung den Alltag sicherer und selbstständiger. In Deutschland regelt seit dem 1. März 2023 die Assistenzhundeverordnung (AHundV) Eignung, Ausbildung, Prüfung und Haltung dieser Hunde. Die Umsetzung verzögert sich allerdings in einigen Bereichen, wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales selbst einräumt. Hinzu kommen begrenzte Kapazitäten bei spezialisierten Trainern und lange Wartezeiten.

Canovia will hier ansetzen: mit einer frühen Bewertung, welche Hunde nach Temperament und Wesen für welche Aufgabe geeignet sind, mit individuellen Trainingsplänen und mit einer lückenlosen digitalen Dokumentation von Ausbildung und Gesundheit.

AusbildungsrichtungenBlindenführhundeDiabetikerwarnhundeEpilepsiewarnhundeMobilitätshundePTBS-AssistenzhundeAutismus-Begleithunde

Mehr als ein Tierheim

Canovia versteht sich als Teil der Gemeinschaft. Geplant sind regelmäßige Workshops für Hundehalter und Freiwillige sowie Kooperationen mit Schulen, Seniorenheimen und Jugendhaftanstalten. Die Idee: Wer Verantwortung für ein Tier übernimmt, gewinnt selbst – an Struktur, Selbstvertrauen und Kontakt zu anderen Menschen.

Digitale Werkzeuge

Eine Canovia-App soll Hundehaltern helfen, die Rasse zu bestimmen, gesundheitlich vorzusorgen und Tierärzte, Trainer und Therapeuten in der Nähe zu finden. Ein QR-Code am Halsband hilft, verlorene Hunde schnell nach Hause zu bringen. Für unterwegs ist eine eigene Canovia-Ebene in TerraNav geplant, mit Tierärzten, Hundestränden und Freilaufflächen. Spenden sollen so dokumentiert werden, dass Unterstützer nachvollziehen können, wofür ihr Beitrag eingesetzt wird.

Mitmachen

Canovia befindet sich im Aufbau. Gesucht werden Tierheime und Ausbildungsstätten als Partner, Trainer und Tierärzte, Sponsoren sowie Investoren mit sozialem Anspruch. Der Kontakt läuft über Lighthouse Projects International.