Wo Erdöl verarbeitet wird, fällt Wasser an – Prozesswasser, Regenwasser von befestigten Flächen, Wasser aus der Reinigung von Tanks und Leitungen. Fast immer trägt es Öl mit sich, oft auch Schweröl und Schlamm. Gelangt dieses Gemisch ungefiltert in Boden oder Gewässer, bleibt der Schaden über Jahre.
AWAS FEE setzt genau hier an: Die Anlagen trennen Öl und andere Schadstoffe vom Wasser, sodass das Wasser wieder genutzt oder sicher abgeleitet werden kann. Das abgetrennte Öl wird gesammelt, statt in die Umwelt zu gelangen.
Das Prinzip in drei Schritten
- Beruhigen. Das Wasser strömt langsam durch die Anlage, damit sich Öl und Feststoffe voneinander lösen können.
- Trennen. Öl steigt nach oben und wird abgeschieden, Schlamm setzt sich unten ab.
- Zurückgewinnen. Übrig bleibt gereinigtes Wasser – und ein Ölstrom, der aufbereitet werden kann.
Sauberes Wasser ist kein Nebenprodukt. Es ist das Ziel.
Ein Projekt im großen Maßstab
Aktuell begleitet das Team ein Projekt in einer der größten Raffinerien des Nahen Ostens. Dort zeigt sich, worauf es ankommt: eine robuste Anlage, ein klares Betriebshandbuch für das Personal vor Ort und eine saubere Dokumentation jedes Ereignisses außerhalb des Normalbetriebs.
Parallel prüft das Team Erweiterungen, etwa ein separates Modul für Öl- und Schlammströme, das die Hauptanlage entlastet. Solche Ideen werden erst nach technischer Prüfung umgesetzt.
Warum das ins Lighthouse Magazin gehört
Das Ressort Nature zeigt Projekte, die Umwelt schützen und Kreisläufe schließen. AWAS FEE ist das erste davon. Wer eine ähnliche Herausforderung hat – in einer Raffinerie, einem Hafen oder einem Industriebetrieb – kann über Lighthouse Projects International Kontakt aufnehmen.
